Monatsspruch für Oktober 2015: Hiob 2,10

Haben wir Gutes empfangen von Gott
und sollten nicht auch das Böse annehmen?

(aus: Die Losungen 2015)

_____________________________________________________________________________________

Liebe Besucherin, lieber Besucher,

Diesen Satz spricht Hiob, geschlagen mit der ersten Plage von Satan, der damit Gott beweisen möchte, dass dessen treuer und gottesfürchtiger Knecht nicht an seinem Glauben festhalten wird, wenn er nur in heftige seelische und körperliche Schwierigkeiten gerät oder seine Existenz bedroht wird. Gott willigt in dieses Experiment ein, denn er kennt Hiob und weiß, dass dieser sich nicht von ihm abwenden wird. Er fordert Satan aber ausdrücklich auf, Hiob am Leben zu lassen.
So schlägt Satan Hiob zunächst mit Geschwüren am ganzen Körper, er muss sich einer quälenden Behandlung unterziehen, die Situation ist so aussichtslos, dass sogar Hiobs Frau ihm rät :
„Hältst du noch fest an deiner Frömmigkeit? Sage Gott ab und stirb!“

Gib die Hoffnung auf, Gott hat dich verlassen, mach deinen Qualen ein Ende, nimm dir das Leben! Gedanken, die in einer Situation, wie der Hiobs sicher vielen von uns kommen würden.
Hiob aber ist weit von solchen Gedanken entfernt. Er hat nicht vergessen, was Gott ihm Gutes geschenkt hat und ist bereit nun auch das Übel anzunehmen, denn er vertraut darauf, dass Gott ihn auch durch dieses Übel begleiten wird - er hat unermessliches Vertrauen in seinen Gott!

Möge auch uns ein solches Vertrauen geschenkt sein, wenn wir Gutes erfahren, besonders aber, wenn wir Schweres ertragen müssen.

_______________________________________________________________________

Gäste:

Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten nicht auch das Böse annehmen?